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warum act?

In jedem Ende steckt ein Neuanfang

Das ist unsere Chance

Die Zahl der Knorpelschäden in Knie- und Sprunggelenken durch Unfälle, Sportverletzungen und Überbelastungen nimmt immer mehr zu. Die Tatsache, dass sich defekter Knorpel  nicht regenerieren kann, stellt ein großes Problem bei der Behandlung von Knorpelschäden dar und macht häufig operative Eingriffe notwendig, um Arthrosen oder die Implantation künstlicher Gelenke zu verzögern bzw. idealerweise zu verhindern. Die Anzahl der in Deutschland an Arthrose erkrankten Menschen wird zurzeit auf ca. 5 Mio. geschätzt, bei hoher Inzidenzrate.

Mit der autologen Knorpelzelltransplantation - der so genannten ACT- wurde 1994 erstmalig ein Verfahren vorgestellt, mit dem unter Verwendung von körpereigenen Knorpelzellen vollschichtige Defekte des Gelenkknorpels wieder durchgehend mit hyalinartigem Knorpel bedeckt werden können.

Bisherige Methoden zur Möglichkeit der Behandlung von Knorpel-defekten:

1. Refixation:

Losgelöste Knochen-Knorpel-Fragmente werden bei frischen Verletzungen wieder refixiert.

 

2. Tissue-Response-Verfahren (Microfracture):

Bei kleineren Defekten wird der Knorpel nach Mikrofrakturierung der Knochenlamelle durch Vorläuferzellen aus dem Knochenmark wieder aufgebaut. Hierbei entsteht jedoch überwiegend ein biomechanisch minderwertiges Narbengewebe, welches häufig als „Faserknorpel“ bezeichnet wird. Vor allem bei größeren Defekten versagt dieses Regenerat relativ rasch, die klinischen Erfolge sind hier eher enttäuschend. Bei kleineren Defekten und jüngeren Patienten hingegen konnte sich diese Methode in vielen Fällen durchsetzen.

 

3. Autologe Knorpel-Knochen-Transplantation (OCT):

Verpflanzung von körpereigenen Knorpel-Knochenzylindern aus weniger  

belasteten Arealen des Gelenkes in den Defekt. Hierbei entsteht letztlich ein "Mischknorpel“, da sich in den Räumen zwischen den einzelnen hyalinen

Zylindern wiederum  Faserknorpel entwickelt. Durch die Notwendigkeit aus

wenig belasteten unversehrten Bereichen Knorpel-Knochenstanzen zu entnehmen ist diese Behandlung auf kleinere Defekte begrenzt.Entnimmt man zu viele Spenderzylinder zur Defektdeckung, können die Knorpeldefekte an der  Entnahmestelle dort zu einer schmerzhaften Arthrose führen. Man spricht dann  von einer „Entnahmemorbidität“.

 

 Im Gegensatz zu diesen Methoden liefert die ACT sehr gute Ergebnisse bei größeren traumatischen Defekten bis zu 14 cm2. Durch NOVOCART®3D gelingt eine schonende Rekonstruktion in kurzer OP-Zeit mit überwiegend sehr guten klinischen Resultaten.

 

Generalisierte Arthrosen sind derzeit durch die ACT noch nicht behandelbar. Intensive Forschungsarbeiten zielen jedoch darauf ab, mit Produkten des Tissue Engineering auch solche degenerativen Gelenkerkrankungen zu therapieren.

Der Grundstein ist mit der Entwicklung von NOVOCART®3D bereits gelegt.

 

Nicht nur wegen der komplizierten Anzüchtung der Zellen ist die ACT ein komplexes Verfahren. Um eine erfolgreiche Anwendung von NOVOCART® Produkten zu gewährleisten, schulen wir die behandelnden Ärzte ausführlich in Theorie und Praxis und geben Hilfestellung zur korrekten Indikation, zur Knorpelentnahme durch ein speziell entwickeltes Instrumentarium sowie Hilfestellung bei der Transplantation und Nachbehandlung.

 

 

 

 

 

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